Der Koran ist für die gesamte Menschheit

Er hat dir das Buch mit der Wahrheit offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war. Und Er hat (auch) die Thora und das Evangelium (als Offenbarung) herabgesandt. (Sure Al-i Imran, Vers 3)

 

In den Versen aus dem Koran, sehen wir, dass der Koran das bestätigende letzte Buch (Siegel der Offenbarungen Gottes) ist, und durch den letzten gesandten und Siegel der Propheten Muhammed (Friede sei auf ihn) an die ganze Menschheit verkündet worden ist.

 

Sure 2 al-Baqara (Die Kuh) Verse 2-6

2. Dies ist das (am meisten verehrte, unvergleichliche) Buch, an dem es keinen Zweifel gibt (weder was die Tatsache betrifft, dass Gott sein Urheber ist, noch an der Tatsache, dass es aus nichts anderem als der reinen Wahrheit besteht). (Es ist) eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, Frommen, die ihre Pflicht Gott gegenüber erfüllen.

3. Die an das Verborgene glauben, das Gebet zur vorgegebenen Zeit und in Übereinstimmung mit seinen Vorschriften verrichten und von dem spenden, was Wir ihnen (an Vermögen, Wissen, Macht und so weiter) gegeben haben (als Unterhalt für Bedürftige und für Gottes Sache, einzig um das Wohlgefallen Gottes zu erlangen und ohne damit Ansprüche gegen andere zu verknüpfen).

4. Und die an das glauben, was vor Dir offenbart wurde (wie die Thora, die Evangelien und die Psalmen sowie die Schriftrollen Abrahams), und die vom Jenseits überzeugt sind.

5. Sie (jene Vorzüglichen) sind es, die von ihrem Herrn (auf der Grundlage des Korans) rechtgeleitet sind, und sie sind es, denen es wohl ergehen wird.

6. Fürwahr, denen die (trotz des Ehrgeizes und des brennenden Verlangens, die du in dem Bemühen aufwendest, den Menschen zum Glauben zu verhelfen) absichtlich auf dem Unglauben bestehen, ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst; (obwohl es deine Aufgabe ist, sie zu warnen und du dies unermüdlich tust) sie wollen nicht glauben.

 

Bedeutung: 

2:2 Unter Gottesfürchtigkeit fällt die Ehrfurcht vor Allah (Gott), das Zurückhalten der Zunge, der Hand und des Herzens von allem Übel; demzufolge also Rechtschaffenheit, Frömmigkeit und gutes Benehmen. All diese Gedanken sind in diesem Wort beinhaltet.

(siehe auch 47:17 und 74:56).

2:3 Der Glaube an das Verborgene ist eine Schwelle, die nur der Mensch überschreiten kann. Ein Mensch, der von seinen geistigen Fähigkeiten keinen Gebrauch macht und nur in seiner Sinneswelt lebt, ist natürlich nicht gleich einem Menschen, der sich als Teil der gesamten Schöpfung versteht, die sich ihm durch seine Intuition und sein inneres Wahrnehmungs-potential erschließt. Alle Gaben kommen von Allah (Gott). Dabei handelt es sich um materielle Dinge wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Reichtümer und dergleichen (vgl. 8:2-4 und die Anmerkung dazu).

2:4 Die Gläubigen sind jene, die an das glauben, was Muḥammed und den vorausgegangenen Propheten offenbart wurde. Diese sind auch jene, die mit dem Leben im Jenseits rechnen. Aus diesem Glauben folgt das Verantwortungsbewusstsein für eigene Taten und das Bewusstsein, dass diese Welt nicht ewig bestehen bleibt.

2:5 Diejenigen Gläubigen in 2:4 sind es, die auf dem wahren Weg ihres Herrn sind. Erfolgreich sind sie im Diesseits und im Jenseits, Glück und Zufriedenheit sind damit verbunden.

2:6 "sie glauben nicht" = sie wollen nicht glauben, also eine vorsätzliche Ablehnung des Glaubens. Dies ist ein berühmter Vers des Koran, und die meisten Leute finden ihn schwierig zu verstehen, wenn ihnen Urteilskraft und Überlegung fehlt. Bezug wird hier auf die Juden genommen, die unüberlegter weise ihre Augen gegen Wirklichkeiten verschlossen. Sie wussten alle Zeichen, die die Torah enthält, um auf die Ankunft des letzten Propheten hinzuweisen. Dennoch waren sie nicht vorbereitet über diese Zeichen und Beweise nachzusinnen, und es ist Allahs Gesetz, dass Er die Herzen jener Leute verschließt, die ihre Vernunft nicht ausüben. Sie haben Ohren, aber sie hören damit nicht; sie haben Augen, aber sehen damit nicht. Die göttlichen Worte "ob du sie warnst oder sie nicht warnst, sie glauben nicht", bedeuten nicht, dass ihr Unglaube der Wille Allahs ist. Das Wissen Allahs ist eine Angelegenheit für sich und das, was Er gerne sieht (bei dem Menschen), ist eine andere Angelegenheit für sich. Beides ist vollkommen verschieden. Beispielsweise können wir den Fall eines Arztes nennen, der vorhersagt, dass er die Krankheit eines Tuberkulose-Patienten nicht wird heilen können. Das bedeutet ja nicht, dass der Arzt den Tod des Patienten will. Er informiert nur entsprechend seinem erfahrenen Wissen. Sein eigener Wille und Wunsch gehört nicht zu dieser Sache. Dieser Vers zeigt uns, dass wir immer unsere Vernunft gebrauchen sollten, da sie eine Gabe Allahs ist. Die Herzen sollten nicht verschlossen sein, wenn es darum geht, das Verständnis über Dinge zu gewinnen und zu suchen. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass Allah schrittweise die Macht und das Vermögen in die Erkenntnis von Gut und Böse zurückzieht.

(vgl. dazu 7:186).

 

Die überwiegend große Mehrheit der Christen akzeptieren weder den Koran als Gottes Wort noch Muhammed als (letzten) gesandten (Siegel der Propheten). Wiederum sehen viele Christen sogar die Bibel nicht als Gottes Wort, sondern von Jesus (Friede sei auf ihn) als Religionsstifter gegründet. Auch sind die meisten die man wegen ihrer Nationalität (Türken, Araber, Nordafrikaner, Iraner, Iraker usw.) keine Gottergebene (Muslime), da sie nicht nach Gottes Geboten leben und dies sogar abstreiten. Die Zahl der Christen in Deutschland, die den Koran mal in den Händen hielten beträgt ca. 1%. Auffällig sind zudem die Kirchlichen Publikationen (Bücher) über Islam und Muslime. Diese Bücher (die meistens darüber handeln, wie ein Muslim den Weg zu Jesus oder Christentum gefunden hat) wurden und werden geschrieben, indem man mit großer Freude nach angeblichen Widersprüchen, Frauenfeindlichen, Unmenschlichen... Versen sucht, die man bewusst mit feindlicher Haltung so auslegt, das der Koran und damit der Islam und die Muslime als Falsch dargelegt werden.

 

Ich bin öfters in kirchlichen bzw. christlichen Gemeinden in Kontakt und sehe immer wieder wie sehr man bemüht ist, unauffällig und unterschwellig Islam, Koran und Muslime schlecht darzustellen. Traurig das es so ist, aber wir müssen weiter den kleinen Dschihad (Bemühen, Anstrengen) ausüben um den Dialog und Frieden gegen Vorurteile und Hass,

-resultierend aus Unwissenheit- zu fördern, und sind deswegen den wenigen Muslimen (Gottergebenen) im Christentum, die uns dabei unterstützen sehr dankbar. Die Gottergebenen Christen (Muslime) und die Muslime im allgemeinen sind sich gegenseitig wie die Sahaba (Apostel). Gemeinsam können Gottergebene (Muslime) eine geballte Kraft gegen Ungerechtigkeit sein und den Frieden verbreiten.

 

Ein Muslim darf laut Koran weder jemandem etwas aufzwingen, noch darf er wie im Christentum Missionieren. 

 

Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.(2:256)

 

Freiburg, 11.04.2017

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