Die Authentizität der Propheten und Offenbarungen Gottes

Die meisten Menschen (egal welcher Konfessionen) glauben nicht wirklich an einen Schöpfer der heiligen Schriften. Diese Menschen können und wollen nicht glauben, das dieser Gott sich an seine „Geschöpfe“ wendet. Menschen, die nicht an einen Schöpfer Glauben, können auch nicht Glauben, dass dieser Gott durch auserwählte Gesandte (Propheten) seine Offenbarungen verkünden lässt.

 

Gläubige Juden glauben an die Thora, Gläubige Christen an die Bibel (Evangelium) und Gläubige Muslime glauben an alle Gottes Bücher (Offenbarungen).

 

Im christlichen Abendland glaubt man, dass Muslim sein ein „angeborenes“ Etikett sei, und nur Araber, Indonesier, Türken etc. reserviert ist. Das ist ein Irrtum! Es gibt viele Menschen in diesen sogenannten muslimischen Ländern, die nicht nach Gottes Geboten bzw. koranischen Geboten leben. Genauso gibt es viele Christen die nicht nach Gottes Geboten bzw. nach dem Evangelium leben.

 

Jemand der weis was in den heiligen Schriften steht und es auch anhand fundiertem Wissen versteht, und gleichzeitig viel auf der Erde rumgekommen ist, wird auf jeden fall sagen, dass es in Nicht- muslimischen Ländern genauso viele (wenn nicht sogar mehr) Muslime (jedoch mit christlichem Etikett) gibt wie in sogenannten muslimischen Ländern. Ich weis, dass es sich für viele nicht nachvollziehbar, ja sogar verrückt anhört.

 

Doch kann mir mal jemand sagen, warum Hans, der in eine deutsche Familie hineingeboren wird, automatisch Christ, und Hakan, der in eine türkische Familie hineingeboren wird, automatisch Muslim ist???

 

Was bedeutet denn überhaupt Muslim sein? Wer und nach welchen Kriterien ist jemand Muslim?

 

Wurde Hans und Hakan von irgendjemand gefragt, ob er als Christ oder Muslim, sein „nicht selbst ausgewähltes Dasein“ beginnen wollte. Was kann der Mensch denn überhaupt vor seinem „Dasein“ entscheiden? Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Familie, Eltern, Geschwister, Verwandte, Aussehen… seinen eigenen Namen???

Wie wichtig ist da schon die Religions- bzw. Konfessionszugehörigkeit??? Natürlich haben Hans und Hakan im laufe ihres Daseins die Möglichkeit zu „Konvertieren“.

 

Ja aber von WAS nach WAS sollen die denn konvertieren? Der christliche Hans glaubt doch genauso wie der muslimische Hakan an einen Schöpfer bzw. Jesus. Wohin sollen sie denn konvertieren?

 

Vor allem ist es eine Komödie, neugeborene schon mit einem religiösem Etikett zu schmücken. Hans wird noch in Kindesalter in die Kirche gezerrt, und soll kniend Gott bzw. Jesus anbeten den er noch garnicht erfahren hat. Genauso wird Hakan noch im Kindesalter in die Moschee gezerrt, und soll sich vor Gott niederwerfen den er noch garnicht erfahren hat.

 

Beide werden indoktrinär auf die Religion ihrer Eltern quasi getrimmt!!!

 

Die überwiegende Mehrheit der „gläubigen“ Eltern erziehen ihre Kinder jedoch nicht anhand des Wissens aus den heiligen Büchern, sondern meist aus predigten der Pfarrer und Imame. So geschieht es seit Beginn der Menschheit. Dabei hat der Schöpfer der Welten doch etliche Propheten gesandt um Seine Offenbarungen zu verkünden. Warum bezieht man sich nicht auf die Offenbarungen in den heiligen Büchern?

 

Lesen Sie die heiligen Bücher (Offenbarungen). Studieren Sie es. Gehen Sie aber unvoreingenommen ran. Legen Sie ihre konfessionelle "imponierte" Überzeugung ab. Machen Sie einen "Reset" in ihrer biologischen Festplatte bevor sie anfangen die heiligen Bücher zu studieren.

 

Lesen Sie die Offenbarungen bitte weder als Christ noch Muslim . Entfernen Sie ihr Etikett, dass man ihnen schon bei ihrer Geburt angehaftet hat.

 

Der Schöpfer der Welten hat immer (Thora, Evangelium & Koran) an die gesamte Menschheit Offenbart!!!

 

Liegt es wohl daran, dass die meisten Menschen, die sich Christ oder Muslim nennen, in Wirklichkeit nicht Gläubig sind, sondern dies nur aus historischem Aspekt weiterführen um sich damit einer Gemeinschaft bzw. einer Nation zugehörig fühlen zu können bzw. wollen.

 

Studien belegen, dass die überwiegende Mehrheit der (Etikett-) Christen nicht glaubt, das die Offenbarungen in den heiligen Büchern, Gottes Worte sind, sondern das es die Worte der jeweiligen Religionsstifter bzw. Religionsgründer sind.

 

Bei den (Etikett-) Muslimen ist diese Ansicht, auch wenn geringer als bei Christen, ebenfalls vorhanden. Das bemerkenswerte jedoch ist, das die gläubigen Christen zwar in Bezug auf die Bibel an die Authentizität des Wort Gottes glauben, jedoch das für den Koran vehement abstreiten. Sogar (mit wenigen Ausnahmen) Pastoren, Priester, Pfarrer und alle andere christliche Geistige  schreiben die Offenbarungen des Korans Muhammed zu.

 

Vor allem Orientalisten sind sich einig, dass Muhammed der Autor des Korans ist. Das heißt, das Muhammed der Autor des Korans sei. Im folgendem werde ich anhand einiger Beispiele versuchen diese These zu untersuchen.

 

In Bezug auf den Ursprung des Korans gibt es drei Ansichten:

 

1. Autoren, die behaupten, der Prophet Muhammed sei selbst der Autor gewesen.

 

2. Diejenigen, die glauben, dass Muhammed zwar selbst nicht der Autor des Korans war, ihn aber von einem anderen Menschen als Autor zusammengetragen hat.

 

3. Diejenigen, die überzeugt sind, dass der Koran von keinem Menschen verfasst wurde, sondern die wortwörtliche Offenbarung Gottes ist.

 

Betrachten wir zuerst die Argumente derjenigen Orientalisten, die Muhammed als den Autor des Korans sehen. Um es besser beurteilen zu können, sehen wir uns zuerst einen Koranvers an.

 

Das dies gewiss ein ehrwürdiger Koran ist. Die Urschrift ist in einem wohlverwahrten Buch. Niemand außer den Reinen kann es erlangen! Eine Offenbarung vom Herrn der Welten! (56:77-80)

 

Ähnliche Aussagen des Korans erscheinen auch in anderen Versen (z.B. 26:192-193). Zudem vermittelt der Stil des Korans den Eindruck, dass es sich um eine Anrede des Schöpfers an seine Schöpfung handelt.

 

Alle Suren (Kapitel), außer der neunten, beginnen mit den Worten: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“. Die Anredeform ist grammatikalisch in der ersten Person gehalten, und in zahlreichen Passagen fordert Gott Muhammed mit dem Wort „qul“ (Sag; Sprich) auf, zu den Menschen zu sprechen. In der Tat scheint diese Aufforderung im Koran 332 mal.

 

Ebenso werden andere Befehlsformen wie u.a. „verkünde“, „rezitiere“, „trage vor“, 

verwendet (Vgl. 15:49; 76:24-26; 18:27,28).

 

Da bereits der Anspruch des Korans, eine göttliche Offenbarung zu sein, eine menschliche Urheberschaft ausschließt, behauptet er ausdrücklich, dass weder ein menschliches Wesen noch ein Dschinn (Verborgene Wesen) etwas Gleichwertiges hervorbringen können.

 

Sprich: „Wahrlich, wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Koran wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts gleiches hervor, auch wenn die anderen den anderen beistünden“. (17:88)

 

Neben dieser Bekräftigung, gibt der Koran denjenigen, die seinen göttlichen Ursprung bezweifeln, die Möglichkeit, ihn zu widerlegen, sofern sie dazu in der Lage sind.

 

Und falls ihr über das, was Wir auf Unseren Diener herabsandten, in Zweifel seid, so bringt eine gleiche Sure hervor und ruft andere Zeugen als Allah an, so ihr wahrhaftig seid. Wenn ihr es jedoch nicht tut, und gewiss werdet ihr es nie tun können, so fürchtet das Feuer (Pein), dessen Speise Menschen und Götzen sind, das bereitet ist für die Ungläubigen (2:23,24)

 

Auf den Vorwurf der Gegner des Propheten, den Koran selbst verfasst zu haben, fordert der Koran den Propheten auf, folgendes zu rezitieren: Und wenn ihnen Unsere deutliche Botschaft verkündet wird, sprechen diejenigen, welche keine Begegnung mit Uns erwarten: „Bring uns einen anderen Koran als diesen oder ändere ihn ab.“ Sprich: „Es steht mir nicht frei, ihn aus eigenem Antrieb abzuändern. Ich folge nur dem, was mir Offenbart wurde. Wahrlich, ich müsste die Strafe eines gewaltigen Tages befürchten, falls ich mich gegen meinen Herrn auflehnte.“ Sprich: „Hätte Allah dies so gewollt, hätte ich ihn euch nicht vorgetragen und euch damit nicht belehrt. Ich habe bereits davor ein ganzes Menschenleben lang unter euch verbracht. Wollt ihr denn nicht nachdenken und begreifen?“ (10:15-16)

 

Die Kritiker des Propheten sollen darüber nachdenken, dass der Prophet Muhammed schon seit 40 Jahren unter ihnen lebte und während dieser Zeit weder Anzeichen von großer Bildung noch von dichterischer Begabung zeigte, sondern im Gegenteil Analphabet, also des Lesens und Schreibens unkundig war. Wie können sie nun erklären, dass Muhammed auf einmal den in Sprache und Ausdrucksweise einzigartigen Koran vortrug?

 

Der Koran sagt über Muhammed: Du hast vor ihm kein Buch vorgetragen, noch hast du eines mit deiner Hand geschrieben. Denn dann hätten diejenigen, die von jeher danach trachteten, die Wahrheit zu bestreiten, einen Grund gehabt es anzuzweifeln. (29:48)

 

Abgesehen von diesen Aussagen des Korans, versicherte auch der Prophet Muhammed selbst, nicht der Autor des Korans gewesen zu sein. Obwohl Muhammed es verneinte, der Verfasser des Korans zu sein, sind trotzdem etliche Orientalisten davon überzeugt, dass er in Wirklichkeit der Autor war. Nach ihrer Vorstellung hat er in vollem Bewußtsein gelogen, als er den Koran Gott zuschrieb. Die Orientalisten haben ihm für seine vermeintliche Lüge verschiedene Motive zugeschrieben.

 

Charles Hamilton schriebt im Vorwort seiner Übersetzung „The Hedaya: Commentary on the Islamic Laws“: Wer in Wirklichkeit der Verfasser dieser außergewöhnlichen Sammlung von Verkündungen und Geboten war, wird für immer ungewiss bleiben, zumal es in dieser Frage viele verschiedene Meinungen gibt und gab – sogar schon unter den frühesten Gegnern Muhammeds und seiner lügnerischen Mission. Das diese außergewöhnliche Person dennoch der hauptsächliche Initiator war, ist unumstritten, obwohl es wahrscheinlich ist, dass er bei der Zusammenstellung seines Werkes von anderen unterstützt wurde.

 

Hamilton fährt fort mit der Behauptung, der Prophet Muhammed sei ein Hochstapler (Betrüger) gewesen, gibt aber keine genaueren Motive für sein Handeln an. Die gleiche Meinung vertritt auch Richard Bell, wie aus dem Vorwort seiner Übersetzung: „The Qur´an: Translated, With a CriticalRearrangement of the Surahs“, deutlich wird.

 

Bryan S. Turner schreibt in seinem Buch „Weber and Islam: A Critical Study“, dass Max Weber den Propheten Muhammed für einen Opportunisten hielt und seine Anhänger lediglich durch Kriegsbeute und wirtschaftlichen Gewinn motiviert waren. Laut Weber erkannte Muhammed sehr früh, dass sein Streben nach politischer Macht, nach Ruhm und Profit nicht bloß durch den Aufruf zu Frömmigkeit und Moral verwirklicht werden konnten. Aus diesem Grund sammelte er zur Verwirklichung seiner Ziele, Krieger um sich. Weber wollte damit wahrscheinlich zum Ausdruck bringen, Muhammed sei mit der Zeit zu der Erkenntnis gelangt, dass seine Stellung von der erfolgreichen Mobilisierung von Kriegern abhing. Diese stellen für Weber die Vorreiter der neuen Religion dar.

 

Webers Argument enthält einige auffällige Punkte. Nachdem Muhammed bei der Bildung von frommen Zirkeln gescheitert war, sah er sich gezwungen, Krieger zu suchen. Dadurch wurde seine monotheistische Botschaft in kriegerische Begriffe und für eine Kriegerkaste neu umgeformt. Die soziale Lehre Muhammeds „wurde praktisch umorientiert, um die Gläubigen psychologisch auf dem Krieg vorzubereiten und dadurch eine größtmögliche Anzahl von Glaubenskriegern hervorzubringen.“ Diese Krieger waren nicht lediglich durch das Charisma des Propheten motiviert, sondern durch die Aussicht auf Landgewinn und Macht. Daher war der religiöse Krieg im Islam hauptsächlich ein Unternehmen, um Grundbesitz zu erwerben; der Islam war hauptsächlich auf feudale Interessen ausgerichtet (Bryan S. Turner,Weber and Islam: A Critical Study).

 

Kenneth Cragg behauptet in seinem Buch The Call of the Minaret, dass der koranische Text wahrscheinlich auf mündliche Überlieferung basiert, aber Muhammad ihn Gott zugeschrieben hat, da er seine Gemeinschaft vor dem Götzendienst bewahren wollte. Der Koran ist nach Cragg ein Ausdruck dafür, wie Muhammad die Welt um sich herum auffasste: Ursache und Bedeutung von Muhammads Aufruf, der sich in einem Zustand des (ständigen) Grübelns befand, waren derart, dass sich die von ihm in seiner damaligen Umgebung bewusst wahrgenommenen Ereignisse in einem persönlichen Berufungserlebnis zur Verkündung und Warnung in seiner Stadt äußerten.

 

Arthur J. Arberry, vertritt in seinem Vorwort zu The Koran Interpreted eine ähnliche Meinung: Es ist offensichtlich, dass Muhammad in allem, was er sagte und schrieb, den aufrichtigen Wunsch verspürte, sein Volk aus der Sünde des entwürdigenden Götzendienstes zu befreien und dass er sich von dem tiefen Verlangen gedrängt sah, die erhabene Wahrheit von der Einheit der Gottheit zu verkünden, welche von seiner Seele Besitz ergriffen hatte. Ebenso lieferte das erstrebte Ziel in seinem Inneren eine Rechtfertigung für die Mittel, deren er sich bei der Zusammenstellung seiner Suren bediente; er steigerte sich in die Vorstellung hinein, Gottes Ruf empfangen zu haben und verfiel, von der Macht der Umstände und seines stetig zunehmenden Erfolges gedrängt, in den Glauben, der auserwählte Bote des Himmels zu sein.

 

Nach M. M. Mulozki war es der tief verwurzelte Wunsch Muhammads, sein Vaterland, Arabien, von der Fremdherrschaft zu befreien. Dieses Verlangen veranlasste ihn, die Prophetenschaft zu beanspruchen, um somit seine Gemeinschaft im Kampf gegen deren Unterdrücker zu vereinigen: Politisch gesehen entstand der Islam also in einem Umfeld des Kolonialismus und der Unterdrückung. In einem gewissen Maße stellt die islamische Bewegung den Versuch der Araber dar, sich aus den Klauen der drei imperialistischen Mächte zu befreien. Die historische Rolle des Islams war es somit, unter diesen den Geist des Nationalismus zu entfachen und sie zum Kampf gegen ihre Unterdrücker zu bewegen. Das Mittel, das diese Einheit gewährleisten sollte, war das Prophetentum - ein Mittel, das sich bestens mit der seit Jahrhunderten bestehenden Erfahrung der Völker des Nahen Ostens vertrug.

 

Für die New Catholic Encyclopedia steht auch fest, dass Muhammads (s) Ruf nur ein Mittel zur Vereinigung der Araber darstellte: "Im Alter von ungefähr 40 Jahren wurde er zum Propheten berufen, um die Araber unter dem Monotheismus zu vereinigen".

 

Mit anderen Worten, dem Propheten Muhammad wird vorgeworfen, aus wirtschaftlichem Gewinnstreben, aus Machtgier und aus dem Willen, das allgemeine moralische Niveau anzuheben und die politische Unabhängigkeit seines Volkes durchzusetzen, den göttlichen Ursprung des Korans behauptet zu haben. Allerdings weisen die Argumente dieser Theorien zahlreiche Schwierigkeiten auf. Beginnen wir mit der Vorstellung, der Prophet Muhammad habe aus persönlichen Gründen heraus gehandelt.

 

 

Freiburg, 18.02.2017

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