Gewalt und Terror

Die Rechtfertigung für Gewalt und Terror führen zu keinem Erfolg.  Denn die Menschheitsgeschichte zeigt, dass diejenigen, die Terror und Gewalt angewandt haben, selber zum Opfer wurden. Daraus lässt sich schließen, dass Gewalt und Terror auf Unwissen und Unvernunft basieren.

 

Gewalt bedeutet, einen Andersdenkenden mit aller Macht zu unterdrücken, ihm eine Meinung aufzuzwingen, statt mit Überzeugungskraft zu handeln. Unter Terror versteht man einem Menschen Angst einzujagen, ihn zu bedrohen und darüber hinaus ihn zu töten und sein Hab und Gut zu vernichten. Terror bedeutet bewusste Provokation und wird oft politisch begründet. Der organisierte Terror beruht nicht auf ein System, ist jedoch beständig.

 

Für die Entstehung und Verbreitung von Gewalt und Terror werden Beweggründe genannt. Armut, Freiheitsberaubung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung gehören zu diesen Gründen, die für Terrororganisationen als Rechtfertigung dienen. Jedoch können diese Gründe keinesfalls Mittel der Rechtfertigung sein, um unschuldige Menschen zu töten. Die Gier und der Zorn des Menschen können den Verstand und das Gewissen verschließen – vor allem beim Ausüben der Herrschaft über andere Menschen. Der Ursprung der Gewalt und des Terrors liegt in der Machtgier des Menschen. Die Machtgier führt dazu, dass der Mensch achtlos und skrupellos wird. Dieses Problem wird jedoch unterschlagen und überspielt.

 

Das Ignorieren der Tatsachen würde ein Zugeständnis hervorrufen und nicht zur Lösung beitragen.

Gewalt und Terror bleiben bestehen, da Organisationen sie rechtfertigen und legitimieren. An diesem Punkt ist zu betonen, dass die Schwächen und Hoffnungen der Menschen ausgenutzt werden und Traditionen eine große Rolle spielen. In der Menschheitsgeschichte liegen Grundgedanken vor, die Gewalt und Terror rechtfertigen. In dieser Auffassung werden “Andersdenkende” verurteilt. Durch diese verstörte Wahrnehmung und die psychische Unterdrückung wird die Religion zur politischen Ideologie und Mittel zur Machtgier. Das Schlimmste hierbei ist, dass die Religion nicht vereint sondern die Menschen spaltet.

 

In vielen Regionen, in den Muslime leben, werden leider dem Menschen, dem Leben und dem Frieden keine wichtige Rolle zugeschrieben. Traditionen können den Tod, die Gewalt und den Terror hervorrufen. Was die Gründe hierfür sind, kann geforscht werden. Jedoch ist ein Grund zu nenen, der erschreckend ist. Der Mensch opfert sich für Traditionen, Bräuche und Ideologien. Der Schöpfer schreibt dem Menschen einen hohen Wert zu, und sendet ihm als Warnung die Offenbarung herab. Die Menschen sollen die Offenbarung verstehen und einen freien Willen erlangen. Jedoch neigt der Mensch immer dazu Traditionen der Religion gleichzustellen. Die Menschheit kann nur vollkommen existieren, wenn Gerechtigkeit und Frieden herrschen.

 

Außerdem ist zu erkennen, dass Gewalt und Terror die Ehre des Menschen verletzen und zu einem globalen Problem heranwächst. Die globalen Akteure nutzen Gewalt und Terror, um Macht auszuüben und die Menschen auszubeuten. Unschuldige Menschen sind die Opfer dieser Gier. Die Vernichtung von Hab und Gut und zerstörte Familien sind das Ergebnis.

 

Kein Grund kann Mord, Gewalt oder Terror im Namen der Religion rechtfertigen.

 

Denn im Koran heißt es :

 

“Wer ein menschliches Wesen tötet,(…), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält.” (5:32)

 

Es besteht ein globales Problem, das für die Menschheit in der Zukunft auch eine Bedrohung sein könnte. Die einseitige Herrschaft kann nur bedingt zur Lösung beitragen. Wenn Terror ethnisch begründet wird, kann die verzerrte Wahrnehmung der Traditionen den Terror bekräftigen. Die Bekämpfung der Gewalt und des Terrors kann nur gemeinsam erfolgen, denn jede Art von Schwäche des Einzelnen würde den Terrorismus stärken.

 

Gewalt und Terror sind nicht nur ein Sicherheitsproblem. Die Hauptursache ist der Mensch selbst. Der Mensch wurde mit freiem Willen versehen und kann zwischen Böse und Gut entscheiden. Kein Mensch wird gewalttätig oder als Terrorist geboren; jedoch kann für manche Menschen Gewalt und Terror ihren Lebensinhalt darstellen.

Die Bekämpfung von Gewalt und Terror kann durch Liebe und Vertrauen erfolgen. Vorerst muss sich jedoch der Mensch bewusst werden, dass das Menschenleben wertvoll und kostbar ist.

 

Anschließend muss erkannt werden, dass Gewalt und Terror zu keinem Ergebnis führen, und sie keinem Menschen Leben schenken.

 

 

 

Freiburg, 09.08.2016